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Freiburg | 19.03.2013
Höllenritt

Hallo zusammen,

und sorry, dass ich mich erst heute melde, zwei Tage nach dem härtesten Renntag in meiner zwölfjährigen Karriere als Radprofi.

In diesem Jahr war Mailand ? San Remo alles andere als die Fahrt zur Sonne. Das Rennen wurde von heftigem Regen und Schnee begleitet. Nach 130km wurde das Rennen unterbrochen und die Pässe Turchino und Le Manie gestrichen. Nach einem rund zweistündigen Aufenthalt in unseren Mannschaftsbussen und 60km weiter, haben wir das Rennen, frisch geduscht, wieder fortgesetzt bzw. die Raserei ging weiter. Vorne war ja eine Gruppe mit sechs Mann raus und aufgrund der verkürzten Strecke blieb uns hinten im Feld nicht so viel Zeit den Rückstand wettzumachen.

Formtechnisch ging es mir ganz gut. Ich konnte Tyler Farrar, auf den unsere Taktik ausgelegt war, ganz gut unterstützen. Ich konnte ihn schön in die vorderen Positionen fahren bzw. aus dem Wind raushalten. Leider waren die Mühen umsonst, da Tyler stürzte.

Gestern, einen Tag nach dem Rennen, war ich immer noch völlig erschöpft und total steif. Da sieht man, wie solch eine Regen-, Schnee- und Kältefahrt einem zusetzt. Der "Höhepunkt" dieses Höllenrittes kam aber gestern Morgen. Unsere Waschmaschine hatte den Geist aufgeben. Ich musste die Rennklamotten von Hand auswaschen bzw. einweichen und ausbürsten. Heute Morgen musste ich nochmals ran, da einige Kleidungsstücke immer noch alles andere als sauber waren.

Zum Schluss noch eine Info. Ich bin auf Twitter. In Zukunft melde ich mich vermehrt von dort, ab und zu aber auch hier auf meiner Website.

Viele Grüße

Euer Fabian